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Landleben

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Veröffentlicht März 2026

Die Stimme deines Landwirts: Bardomus

Wie war die Herstellung des Öls?

In Hinblick auf die Saison 2019/2020 möchten wir euch mitteilen, dass es eine gute Erntezeit war, sowohl was die Menge als auch was die Qualität der Oliven betrifft. Damit haben wir ein qualitativ hochwertiges Öl produzieren können. Es stimmt auch, dass diese Saison, anders als die vorhergehende, das Wetter mit uns war und es uns ermöglicht hat, die Ernte- und Produktionszeiten des Öls zu kontrollieren und gleichzeitig die Lieferfristen einzuhalten. Oft ist es nicht einfach, wenn man bedenkt, dass die Erntemonate Oktober und November sind und wir große Bemühungen unternehmen müssen, um die Kisten Mitte Dezember auszuliefern. Dennoch tun wir dies gerne. 

Insgesamt haben wir etwa 320.000 kg Oliven der verschiedenen Sorten (Arbequina, Borriolenca, Picual und Canetera) geerntet, was die Produktion von etwa 45.000 kg Nativem Olivenöl Extra (EVO) ermöglicht hat. 100% unseres Öls ist EXTRA VIRGIN.


Welche Arbeit haben wir in letzter Zeit auf unserer Plantage geleistet?

Wie ihr alle wisst, haben wir in der vergangenen Saison unseren Prozess zur Zertifizierung des ökologischen Landbaus sowohl in der Pflanzenproduktion als auch in der Industrie (Mühlen oder Ölmühlen) begonnen, was eine Reihe wichtiger Veränderungen und Investitionen für unser Unternehmen, unsere Maschinen, unser Personal, unsere Behandlungen usw. bedeutet hat. Damit werden wir in zwei Jahren in der Lage sein, die ökologische Produktion zu zertifizieren. Was den industriellen Teil betrifft, d.h. die Produktion in der Ölmühle, die Abfüllung usw., so verfügen wir bereits über das Öko-Zertifikat, und wir produzieren nur Öl, das aus ökologischer Landwirtschaft oder aus der Umstellung stammt.

In diesem Jahr arbeiten wir mit der Universität Miguel Hernández in Elche an einer Pilotstudie zur Kompostierung zusammen. Auf diese Weise können wir alle Rückstände oder Abfälle aus der Mühle (Wasser aus dem Mahlprozess und Trester) zusammen mit der Trockenmasse aus dem Rebschnitt und den Blättern wiederverwenden. Wir werden auch Schafmist von Betrieben in der Nähe unseres Hofes hinzufügen.

Ölmühlenabfälle und Rückstände in einer Kompostierungspilotanlage

Wenn diese Studie gut funktioniert, werden wir unsere eigene Kompostierungsanlage bauen. Mit dem Ziel, diese Abfälle als organische Substanz in unseren Olivenbäumen wiederzuverwenden und den Kreis zu schließen. Wir hoffen, in einigen Jahren sagen zu können, dass Bardomus „Waste 0“ ist.

Wir haben auf dem Dach der Ölmühle Sonnenkollektoren installiert, die es uns ermöglichen, die Sonnenenergie für unsere Arbeit in den Büros, der Abfüllanlage und den Wohnungen zu nutzen. Insgesamt haben wir 10 kW produziert, was zusammen mit der auf dem Grundstück installierten Photovoltaikanlage 110 kW ergibt.

Solarzellen auf dem Landgut Bardomus


Mit Recyclingmaterial aus Paletten, Holz, Ziegelsteinen und verschiedenen Materialien bauen wir Insektenhotels, die auf den verschiedenen Parzellen installiert werden sollen.

Ein Insektenhotel auf der Olivenplantage Bardomus

Unsere nächsten Schritte…

Als letztes Projekt für dieses Jahr werden wir ein neues AOVE aus tausendjährigen Olivenbäumen einführen, die von La Taula del Senia zertifiziert sind und von der FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) weltweit anerkannt sind. Dieses Öl wird von der Sorte Farga sein und den Namen „103 SABOR DEL TEMPS“ tragen.


Geschrieben von Farmers of CrowdFarming

Farmers of CrowdFarming

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Landleben

3 min

Der „verrückte Deutsche“ 40 Jahre später

Wenn man Friedrich heute über seine Finca in der Nähe von Gibraleón begleitet, hört man vor allem eines: ein lautstarkes Konzert aus Vogelgezwitscher. Doch hinter dieser Idylle steckt eine vor langer zeit getroffene radikale Entscheidung gegen die Konvention. Heute ist er seit 1994 Demeter-zertifiziert und beweist, dass seine „Verrücktheit“ die einzige logische Antwort auf die Krise unserer Böden ist.Vor 40 Jahren verliebte sich Friedrich bei einem Besuch in Spanien in die Finca Jelanisol-Montebello. Zu dieser Zeit arbeitete er selbst als Zwischhändler für konventionell hergestelltes Obst und Gemüse. Zwei Dinge sind damals passiert, die ihn haben reflektieren lassen: Eine Freundin schenkte ihm von Bill Mollison ein Buch über Permakultur, das ihn inspirierte. Er war zu Besuch auf dem Feld in Italien und suchte im Boden verzweifelt nach Regenwürmern. Als der Landwirt ihm bestätigte, dass es keine gäbe, „weil man so etwas nicht bräuchte“, began Friedrich zu reflektieren. Eine holistische Vision: Alles ist verbundenFür Friedrich ist die Landwirtschaft kein isolierter Prozess, sondern ein Teil eines großen Ganzen. Er pflegt eine sehr holistische und philosophische Sicht auf die Welt, in der alles – vom Bodenmikrobiom bis zum Konsumenten – miteinander verbunden ist. Seine Finca ist für ihn kein reiner Produktionsort, sondern ein lebendiger Organismus, in dem Mensch und Natur in Harmonie koexistieren. Für ihn kann eine friedliche Gesellschaft kann nur entstehen, wenn wir im Einklang mit der Natur produzieren. Wenn wir es richtig machen, ist genug für alle da – wir dürfen nur nicht die Grundlagen zerstören.Einer der stärksten Antriebe für Friedrichs Arbeit ist eine tiefe Besorgnis über den Zustand unserer modernen Ernährung. Er erzählt, dass viele Lebensmittel, die wir heute konsumieren, „leer“ sind. Damit meint er Produkte aus konventioneller Landwirtschaft, die aufgrund von Pesitziden und langer Lagerung, keinerlei nennenswerten Nährwert mehr besitzen. Er folgt dem Prinzip „Gesunder Boden = Gesunder Mensch“. Nur ein lebendiger, regenerierter Boden kann Früchte hervorbringen, die den Körper wirklich nähren.Eine der ersten Dinge, die Friedrich tat, war einen großen Teich anzulegen – nicht zur Bewässerung der Finca, sondern einzig und allein für die Vögel, Frösche, Enten und Fische. Bei stärkeren Regenfällen, fließt so das Wasser ab. Den organischen Dünger stellen sie über Mikroorganismen selber her und versorgen die Bäume über Tröpfchenbewässerung kontinuierlich mit Mineralien. 

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Die Wissenschaft hinter der Süße

Wir haben Antonio von Sicilian Passion in Sizilien besucht. In einer Region, die traditionell für ihre Zitrusfrüchte bekannt ist, hat sich Antonio vor mehreren Jahren für einen anderen Weg entschieden: Er baut Maracujas (und sogar Papayas!) an.Ein wesentlicher Teil unserer Zusammenarbeit besteht in der präzisen Bestimmung des Erntezeitpunkts. Unsere Teams führen direkt im Feld Messungen des Zuckergehalts durch. Mithilfe eines Refraktometers wird der Brix-Wert ermittelt, um sicherzustellen, dass die Früchte die erforderliche physiologische Reife und das volle aromatische Profil erreicht haben. Erst bei Erreichen dieser Grenzwerte wird die Ernte begonnnen. In dem Video unten seht ihr, wie unser Kollege Angelo, diese Messungen vornimmt. Es macht großen Spaß, denn man schaut buchstäblich in die Zukunft.Reifemerkmale und EtymologieEin wichtiges Qualitätsmerkmal der Maracuja ist die Beschaffenheit der Schale. Anders als bei vielen Obstsorten gilt hier: Je ausgeprägter die Faltenbildung der Frucht, desto höher ist der Zuckergehalt. Durch die leichte Verdunstung während des Reifeprozesses konzentriert sich der Fruchtzucker im Inneren, während die Säure dezent abnimmt. Es gibt zwei Ernten pro Jahr – eine in den Wintermonate und eine in den Sommermonaten. Vor allem im Sommer, sind die Früchte „runzliger“, da die Flüssigkeit durch die Wärme schneller verdunstet.Wusstet ihr, dass der Name „Passionsfrucht“ sich von der christlichen Ikonografie ableitet. Spanische Missionare im 16. Jahrhundert interpretierten die komplexe Blütenstruktur als Symbole der Leidensgeschichte (Passion) Christi. Die Filamente der Blüte wurden mit der Dornenkrone assoziiert, die drei Narben mit den Nägeln des Kreuzes und die fünf Staubblätter mit den Wundmalen. In der Galerie findet ihr ein Bild, auf dem das sehr gut zu sehen ist.

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Blutrot und extrem lecker

Warum nicht jede Blutorange blutrot istWir waren in Sizilien und haben Danilo von AranceBio auf einem Feld getroffen, wo die Blutorangenernte ihren Höhepunkt erreicht. Man sieht die Orangen nicht nur reif an den Bäumen hängen, sondern man kann sie auch riechen. Der Himmel ist blau, die Bäume und die Wiese grün und die Orange hängen wie kleine Laternen in den Bäumen. Es ist sonnig, aber sehr frisch – auch in Sizilien ist Winter.Genau der richtige Zeitpunkt, damit die Blutorangen reifen. Nur durch das Zusammenspiel von warmen Tagen und kalten Nächten kann Anthocyan gebildet werden, der Farbstoff, der das Fruchtfleisch rot färbt. Sind die Nächte also zu warm, kann sich das Pigment nicht bilden und deine Blutorange ist vielleicht eher orange, als blutrot – aber natürlich genauso lecker.Danilo baut zwei unterschiedliche Sorten an; Moro: die etwas säuerlicher und ein tiefrotes Fleisch hat (wenn es kalt genug ist!) und Tarocco, die etwas süßer und ganz mild ist. Es ist ein bisschen wie Kindheit – wenn man ein Überraschungs-Ei öffnet. Man kann von außen nicht wissen, ob die Frucht rot oder eher orange ist.Angesichts zunehmender Trockenperioden setzt Danilo auf eine permanente Bodenbedeckung. Dieser natürliche Teppich schützt den Boden und dient als Wasserspeicher, der in Trockenzeiten wertvolles Wasser speichert – so bleibt die Natur widerstandsfähig.Wir haben natürlich auch gefragt, was wir essen sollen, wenn wir auf Sizilien sind und Danilo hat uns zwei Gerichte empfohlen: die traditionelle Pasta con le Sarde (wie soll es auch anders sein?!) und die frittierten Reiskugeln, Arancini genannt.

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