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Landleben

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Veröffentlicht März 2026

Die Stimme deines Landwirts: Bastide du Laval

Liebe CrowdFarmer,

wir möchten uns bei euch für euer Vertrauen bedanken und dafür, dass ihr unsere Botschafter des französischen Olivenöls seid!

Das Jahr 2020 verlief sehr turbulent!

Die COVID-Krise und die Maßnahmen von März bis April fielen in die Zeit, in der die Bäume zurückgeschnitten wurden und wir mussten die Arbeiten leider unterbrechen, bevor wir fertig waren. Während des ersten Lockdowns hatten wir nicht geschlossen, aber wir sind extrem abhängig vom Tourismus, der in Frankreich und bei unseren europäischen Nachbarn äußerst eingeschränkt war. Wir empfangen normalerweise viele Besucher in unserer Mühle. 

Als Reaktion auf den deutlichen Rückgang unserer Arbeit mussten wir auch einen Teil unserer Mitarbeiter in Kurzarbeit arbeiten lassen. Glücklicherweise war die Wiederaufnahme der Tätigkeit Anfang Juni sehr positiv! Und das, obwohl die ausländische Kundschaft, die zwischen Juni und August 50 % unserer Kunden repräsentiert, es aufgrund von Reisebeschränkungen sehr schwierig hatte, uns zu besuchen. Französische Touristen haben ihre Rolle übernommen und sind in großer Zahl in unsere Region gekommen, um die Sonne zu genießen und unsere Olivenöle zu entdecken!

Dank eurer Adoptionen konnten wir im Juni auch auf euch, die CrowdFarmer, zählen. Wir hatten diesen Sommer sogar die Gelegenheit, einige von euch auf unserem Hof willkommen zu heißen.

In den letzten Monaten hatten wir die Möglichkeit, unsere Öle mit brandneuen Etiketten neu zu gestalten: Somit kam frischer Wind in die Bastide du Laval.

Eine Flasche extra natives Olivenöl von Bastide du Laval

In Bezug auf die diesjährige Ernte hatten wir leider wieder Pech! Eine Reihe schwerer Gewitter Ende Mai, zum Zeitpunkt der Bestäubung, tränkte den Pollen und die Blüten und verhinderte so die Befruchtung und Fruchtbildung. Aufgrund dieses Ereignisses haben wir je nach Feld und Sorte große Produktionslücken.

Wir freuen uns jedoch sehr, dass die Mühle am Montag, dem 19. Oktober, ihre Türen wieder geöffnet hat. Ein köstlicher Geruch von Olivenöl versieht das Gebäude mit einem angenehmen Duft: Dies ist ein Zeichen dafür, dass der neue Erntejahrgang kommt! Die Ernte unserer Oliven beginnt Anfang November. Dies ist eine Zeit von viel Arbeit für uns, in der einige Saisonsmitarbeiter eingestellt werden müssen.

Eine Hand mit einem Plastiklöffel und Olivensaft, der aus einem Hahn kommt

Vielen Dank für eure Adoptionen von Olivenbäumen. Wir werden sie weiterhin jeden Tag gut versorgen, um das bestmögliche Olivenöl für euch zu produzieren. Es ist uns immer eine Freude, euer positives Feedback zu erhalten, es gibt nichts, was mehr motiviert!

Grüne Oliven an einem Olivenzweig

Was auch immer in diesen Zeiten geschieht, die Qualität des Geschmacks unseres Olivenöls wird immer gegeben sein, und wir hoffen, dass euch das Design unserer neuen Etiketten gefällt!

Passt auf euch auf und konsumiert viel Olivenöl!

Hoffentlich bis bald,

Léo und das Team der Bastide du Laval

Geschrieben von Farmers of CrowdFarming

Farmers of CrowdFarming

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Landleben

3 min

Der „verrückte Deutsche“ 40 Jahre später

Wenn man Friedrich heute über seine Finca in der Nähe von Gibraleón begleitet, hört man vor allem eines: ein lautstarkes Konzert aus Vogelgezwitscher. Doch hinter dieser Idylle steckt eine vor langer zeit getroffene radikale Entscheidung gegen die Konvention. Heute ist er seit 1994 Demeter-zertifiziert und beweist, dass seine „Verrücktheit“ die einzige logische Antwort auf die Krise unserer Böden ist.Vor 40 Jahren verliebte sich Friedrich bei einem Besuch in Spanien in die Finca Jelanisol-Montebello. Zu dieser Zeit arbeitete er selbst als Zwischhändler für konventionell hergestelltes Obst und Gemüse. Zwei Dinge sind damals passiert, die ihn haben reflektieren lassen: Eine Freundin schenkte ihm von Bill Mollison ein Buch über Permakultur, das ihn inspirierte. Er war zu Besuch auf dem Feld in Italien und suchte im Boden verzweifelt nach Regenwürmern. Als der Landwirt ihm bestätigte, dass es keine gäbe, „weil man so etwas nicht bräuchte“, began Friedrich zu reflektieren. Eine holistische Vision: Alles ist verbundenFür Friedrich ist die Landwirtschaft kein isolierter Prozess, sondern ein Teil eines großen Ganzen. Er pflegt eine sehr holistische und philosophische Sicht auf die Welt, in der alles – vom Bodenmikrobiom bis zum Konsumenten – miteinander verbunden ist. Seine Finca ist für ihn kein reiner Produktionsort, sondern ein lebendiger Organismus, in dem Mensch und Natur in Harmonie koexistieren. Für ihn kann eine friedliche Gesellschaft kann nur entstehen, wenn wir im Einklang mit der Natur produzieren. Wenn wir es richtig machen, ist genug für alle da – wir dürfen nur nicht die Grundlagen zerstören.Einer der stärksten Antriebe für Friedrichs Arbeit ist eine tiefe Besorgnis über den Zustand unserer modernen Ernährung. Er erzählt, dass viele Lebensmittel, die wir heute konsumieren, „leer“ sind. Damit meint er Produkte aus konventioneller Landwirtschaft, die aufgrund von Pesitziden und langer Lagerung, keinerlei nennenswerten Nährwert mehr besitzen. Er folgt dem Prinzip „Gesunder Boden = Gesunder Mensch“. Nur ein lebendiger, regenerierter Boden kann Früchte hervorbringen, die den Körper wirklich nähren.Eine der ersten Dinge, die Friedrich tat, war einen großen Teich anzulegen – nicht zur Bewässerung der Finca, sondern einzig und allein für die Vögel, Frösche, Enten und Fische. Bei stärkeren Regenfällen, fließt so das Wasser ab. Den organischen Dünger stellen sie über Mikroorganismen selber her und versorgen die Bäume über Tröpfchenbewässerung kontinuierlich mit Mineralien. 

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Die Wissenschaft hinter der Süße

Wir haben Antonio von Sicilian Passion in Sizilien besucht. In einer Region, die traditionell für ihre Zitrusfrüchte bekannt ist, hat sich Antonio vor mehreren Jahren für einen anderen Weg entschieden: Er baut Maracujas (und sogar Papayas!) an.Ein wesentlicher Teil unserer Zusammenarbeit besteht in der präzisen Bestimmung des Erntezeitpunkts. Unsere Teams führen direkt im Feld Messungen des Zuckergehalts durch. Mithilfe eines Refraktometers wird der Brix-Wert ermittelt, um sicherzustellen, dass die Früchte die erforderliche physiologische Reife und das volle aromatische Profil erreicht haben. Erst bei Erreichen dieser Grenzwerte wird die Ernte begonnnen. In dem Video unten seht ihr, wie unser Kollege Angelo, diese Messungen vornimmt. Es macht großen Spaß, denn man schaut buchstäblich in die Zukunft.Reifemerkmale und EtymologieEin wichtiges Qualitätsmerkmal der Maracuja ist die Beschaffenheit der Schale. Anders als bei vielen Obstsorten gilt hier: Je ausgeprägter die Faltenbildung der Frucht, desto höher ist der Zuckergehalt. Durch die leichte Verdunstung während des Reifeprozesses konzentriert sich der Fruchtzucker im Inneren, während die Säure dezent abnimmt. Es gibt zwei Ernten pro Jahr – eine in den Wintermonate und eine in den Sommermonaten. Vor allem im Sommer, sind die Früchte „runzliger“, da die Flüssigkeit durch die Wärme schneller verdunstet.Wusstet ihr, dass der Name „Passionsfrucht“ sich von der christlichen Ikonografie ableitet. Spanische Missionare im 16. Jahrhundert interpretierten die komplexe Blütenstruktur als Symbole der Leidensgeschichte (Passion) Christi. Die Filamente der Blüte wurden mit der Dornenkrone assoziiert, die drei Narben mit den Nägeln des Kreuzes und die fünf Staubblätter mit den Wundmalen. In der Galerie findet ihr ein Bild, auf dem das sehr gut zu sehen ist.

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Blutrot und extrem lecker

Warum nicht jede Blutorange blutrot istWir waren in Sizilien und haben Danilo von AranceBio auf einem Feld getroffen, wo die Blutorangenernte ihren Höhepunkt erreicht. Man sieht die Orangen nicht nur reif an den Bäumen hängen, sondern man kann sie auch riechen. Der Himmel ist blau, die Bäume und die Wiese grün und die Orange hängen wie kleine Laternen in den Bäumen. Es ist sonnig, aber sehr frisch – auch in Sizilien ist Winter.Genau der richtige Zeitpunkt, damit die Blutorangen reifen. Nur durch das Zusammenspiel von warmen Tagen und kalten Nächten kann Anthocyan gebildet werden, der Farbstoff, der das Fruchtfleisch rot färbt. Sind die Nächte also zu warm, kann sich das Pigment nicht bilden und deine Blutorange ist vielleicht eher orange, als blutrot – aber natürlich genauso lecker.Danilo baut zwei unterschiedliche Sorten an; Moro: die etwas säuerlicher und ein tiefrotes Fleisch hat (wenn es kalt genug ist!) und Tarocco, die etwas süßer und ganz mild ist. Es ist ein bisschen wie Kindheit – wenn man ein Überraschungs-Ei öffnet. Man kann von außen nicht wissen, ob die Frucht rot oder eher orange ist.Angesichts zunehmender Trockenperioden setzt Danilo auf eine permanente Bodenbedeckung. Dieser natürliche Teppich schützt den Boden und dient als Wasserspeicher, der in Trockenzeiten wertvolles Wasser speichert – so bleibt die Natur widerstandsfähig.Wir haben natürlich auch gefragt, was wir essen sollen, wenn wir auf Sizilien sind und Danilo hat uns zwei Gerichte empfohlen: die traditionelle Pasta con le Sarde (wie soll es auch anders sein?!) und die frittierten Reiskugeln, Arancini genannt.

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