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Regenerativ-biologische Landwirtschaft

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Veröffentlicht März 2026

Die Kontroverse um regenerative Landwirtschaft

Regenerative Landwirtschaft ist ein Begriff, der erst allmählich definiert wird und bei dem es noch zahlreiche Diskussionen darüber gibt, was er genau bedeutet und was nicht. Wir bei CrowdFarming haben uns für die Unterstützung von Anbaumethoden entschieden, die mit den von uns vertretenen Werten der Nachhaltigkeit übereinstimmen.

Ist regenerative Landwirtschaft zwangsläufig ökologischer Landbau?

In Europa gibt es Landwirte, die synthetische Pflanzenschutzmittel einsetzen, um die Böden zu regenerieren. Wir setzen uns dafür ein, dass die Zertifizierung im ökologischen Landbau eine grundlegende Mindestanforderung ist, um regenerative Praktiken zu betreiben. Um bei CrowdFarming als regenerativer Landwirt zu gelten, müssen sie sicherstellen, dass alle ihre Praktiken im Einklang mit der Philosophie der Regeneration sowie der natürlichen Ressourcen einhergehen.

Ist die regenerative Landwirtschaft besser als der ökologische Landbau?

Regenerative Landwirtschaft ist unserer Meinung nach eine Ergänzung zum ökologischen Landbau. Beide können nicht unbedingt verglichen werden. Es sei daran erinnert, dass der ökologische Landbau in der Europäischen Union bereits ein geregeltes offizielles Label ist, der regenerative Landbau ist hingegen ein Begriff, der bis dato nicht zertifiziert ist. 

Regenerative Praktiken setzen auf die Regeneration der natürlichen Ressourcen in der Umgebung, in der die landwirtschaftliche Tätigkeit ausgeübt wird. Zum Beispiel: Der ökologische Landbau regelt nicht, was zu tun ist, wenn der Wasserstand in einem Brunnen auf einem Bauernhof jedes Jahr sinkt. Regenerative Verfahren suchen nach Möglichkeiten, Wasser zurückzuhalten und den Grundwasserspiegel zu erhalten oder zu erhöhen.

Der ökologische Landbau schreibt auch nicht vor, wie oft der Boden gepflügt werden darf und ob aromatische Pflanzen gepflanzt werden dürfen, um Bestäuber anzulocken. Dabei handelt es sich zwar um Praktiken, die mit höheren Kosten verbunden sind, die dafür allerdings auf die Regenerierung der lokalen Ökosysteme abzielen. 


Verursacht die konventionelle Landwirtschaft Unfruchtbarkeit auf den Feldern?

Wir wissen, dass dies ein sensibles Thema ist, zu dem wir uns eine Meinung erlauben wollen. Wir möchten keinem Landwirt zu Nahe treten, sondern streben einen Wandel in der Lebensmittelindustrie an, weshalb wir CrowdFarming überhaupt gegründet haben.

Als konventionelle Landwirtschaft verstehen wir eine Form des Anbaus, bei der regelmäßig chemisch-synthetische Pestizide auf den Feldern eingesetzt werden. Nicht alle Pestizide, die zur Vernichtung eines Schädlings oder zur Beseitigung von Unkraut im Boden eingesetzt werden, richten den gleichen Schaden an, aber ihr Einsatz hat oft negative Auswirkungen auf die biologische Vielfalt. Wenn Agrochemikalien eingesetzt werden, sind nicht nur die Schädlinge gefährdet, sondern auch die anderen Wildtiere, die auf den Feldern leben. Und immer wenn Herbizide eingesetzt werden, um spontan wachsende Pflanzen abzutöten, wird die Bodenfruchtbarkeit verringert.

Wir wissen, warum synthetische Pestizide eingesetzt werden: um Geld zu sparen, die Produktivität zu steigern oder das Erscheinungsbild der angebauten Produkte zu verbessern. Diese Gründe berücksichtigen jedoch nur die wirtschaftlichen Auswirkungen und nicht unbedingt die Umweltauswirkungen. 

Wir wollen uns gegen den Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide und für höhere Einkommen der Landwirte einsetzen. Es geht nicht darum,  um jeden Preis eine maximale Produktion  zu erreichen, sondern um eine ausgewogene Produktion in Übereinstimmung mit der Regeneration der natürlichen Ressourcen und darum, dass die Bauern einen fairen Preis erhalten.

Geschrieben von Gonzalo Úrculo

Gonzalo Úrculo

Gonzalo es un "farmeneur". Como cofundador de CrowdFarming y agricultor, divide su tiempo entre la oficina y el campo. Además de la agricultura, disfruta leyendo y escribiendo sobre productos digitales y logística y discutiendo sobre su impacto en la cadena de suministro de alimentos.

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Regenerativ-biologische Landwirtschaft

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Der Irrtum, dem viele Landwirte gefolgt sind

wir Landwirte wurden getäuscht. Oder vielleicht haben wir uns selbst getäuscht.Wir glaubten, ein landwirtschaftlicher Betrieb könne wie eine Fabrik funktionieren. Dass Bäume Maschinen seien, betrieben durch Energie und Betriebsmittel, die man uns verkauft. Und dass wir zu festen Kosten eine exakte Anzahl identischer Produkte erzeugen könnten.Durch den Einsatz chemischer Mittel konnten wir die Erträge pro Hektar vervielfachen und die kurzfristigen Produktionskosten senken. Wir haben uns einem System untergeordnet, das Überproduktion fördert, um Lebensmittelpreise niedrig zu halten – ungeachtet der Verschwendung. Wir haben akzeptiert, dass Obst und Gemüse, das nicht bestimmten optischen Vorgaben entspricht, keinen kommerziellen Wert hat. Wir haben unsere Böden in tote Flächen verwandelt, deren einzige Aufgabe es ist, Bäume aufrechtzuhalten.In 15 Jahren Gesprächen mit Landwirten bin ich keinem begegnet, der mehr für eine Orange, eine Mango oder eine Tomate bekommen hätte, weil sie einen höheren Nährstoffgehalt hatte oder besser für die Gesundheit war. Diejenigen, die bessere Preise erhielten, waren die, deren Früchte alle gleich groß und makellos glatt waren.Wir wurden getäuscht – oder wir haben uns geirrt.Wir glaubten, das Streben nach immer höheren Erträgen mit chemischen Mitteln bliebe ohne Folgen. Doch das stimmt nicht. Die Folgen zeigen sich im Zustand unserer Böden – und in der Qualität unserer Lebensmittel.Was also tun? Wie lässt sich Leben in ausgelaugte Böden zurückbringen? Wie können wir wieder Lebensmittel mit mehr Nährwert erzeugen? Darauf gibt dieses Video eine Antwort.Spoiler: Eine perfekte Formel gibt es nicht. Dieser Wandel ist nicht über Nacht sichtbar. Regenerativ-biologische Landwirtschaft ist ein grundlegender Perspektivwechsel – einer, der Veränderungen bei den Landwirten verlangt und Bewusstsein bei den Verbrauchern.

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Regenerativ-biologische Landwirtschaft

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Warum ist der Anbau von Bio-Steinobst so riskant?

Sommer-Steinobst, wie Pfirsiche, Aprikosen, Nektarinen und Kirschen, gehört zu den am schwierigsten anzubauenden Obstarten, insbesondere im Rahmen eines biologischen und regenerativen Landwirtschaftsmodells. Der kurze Wachstumszyklus, die hohe Wetter-Empfindlichkeit und eine begrenzte Haltbarkeit nach der Ernte erhöhen das Risiko, dass die Qualität der Früchte leidet.Warum ist die Anbausaison für Steinobst so kurz?Die meisten Sommer-Steinobstarten durchlaufen ihren gesamten Entwicklungszyklus, von der Blüte bis zur Ernte, in weniger als zehn Wochen. Die zunehmende klimatische Unbeständigkeit in Europa erschwert Planungssicherheit. Ein konkretes Beispiel findet sich in der Region Katalonien, wo der Bio-Farmer Jordi Garreta erklärte, wie langanhaltende Regenfälle im Frühjahr den Fruchtansatz und die endgültige Reifung beeinträchtigten und so die verfügbaren Erntemengen beeinflussten. Zudem beschädigten mehrere Hagelstürme einen Teil der Früchte und ließen sie aufplatzen. Später Frühjahrsfrost, der aufgrund des Klimawandels immer unregelmäßiger auftritt, können in den betroffenen Regionen Ernteausfälle von 80 bis 100 % verursachen.Jede Sorte weist spezifische Schwachstellen auf:Kirschen neigen dazu, bei plötzlichen Regenfällen aufzuplatzen.Aprikosen sind besonders empfindlich gegenüber Hitzestress.Pfirsiche sind bei hoher Luftfeuchtigkeit sehr anfällig für Pilzkrankheiten.Der regenerativ-biologische Ansatz bei Schädlingen und KrankheitenFarmer Jordi Garreta, Grup Garreta Farm, SpanienIn der konventionellen Landwirtschaft beruht die Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten oft auf dem Einsatz synthetischer Mittel. Der regenerativ-biologische Ansatz zielt jedoch darauf ab, ein widerstandsfähiges Ökosystem zu schaffen, das die Wurzel des Problems – ein Ungleichgewicht, das das übermäßige Wachstum eines bestimmten Organismus ermöglicht – anstatt der Folgen bekämpft. Wie Jordi Garreta erklärt:„Die Hauptschädlinge und -krankheiten sind Blattläuse, Ohrwürmer (Forficula auricularia) und Pilze wie Monilia und Rhizopus. Die beste Methode, sie zu bekämpfen, ist ein Anbau mit ausgewogener Nährstoffversorgung, was bedeutet, dass jeder Baum seine eigenen Werkzeuge zur Abwehr von Schädlingen einsetzt. Wenn das nicht ausreicht, verwenden wir Kaolin, Brennnesseljauche oder Kieselgur. Wir legen Blühstreifen an und lassen spontane Wildkräuter wachsen, um die Artenvielfalt zu fördern, was unter anderem ein widerstandsfähigeres Ökosystem gegen Schädlinge schafft.“ Jordi GarretaFarmer bei Grup GarretaDie wissenschaftliche Forschung stützt diese Praktiken. Eine Studie aus dem Jahr 2022 ergab beispielsweise, dass in den Baumreihen, die den mehrjährigen Blühstreifen am nächsten lagen, durchschnittlich 60 % mehr Nützlinge pro Ast gezählt wurden als in den Kontroll-Obstgärten ohne Blühstreifen. Diese Methoden bekämpfen nicht nur kurzfristig Schädlinge, sondern stellen auch die langfristige Gesundheit des Bodens und des Ökosystems in den Vordergrund, was sich letztendlich durch eine erhöhte Widerstandsfähigkeit des Ökosystems auszahlt.Was sind klimakterische Früchte und wie beeinflusst das ihren Geschmack?Die meisten Steinobstarten (mit Ausnahme von Kirschen) sind klimakterisch, was bedeutet, dass sie nach der Ernte dank der internen Produktion von Ethylen weiter reifen. Dies ermöglicht es den Landwirten, noch feste Früchte zu versenden, erfordert aber ein präzises Timing. Eine zu frühe Ernte führt zu geschmacklosen Früchten; eine zu späte Ernte erschwert den Transport, insbesondere im Bio-Anbau, wo auf synthetischen Pflanzenschutz verzichtet wird. Laut der FAO verzeichnen Obst und Gemüse die höchsten Verlustraten und überschreiten weltweit 20 %, bevor sie überhaupt die Läden erreichen. Innerhalb dieser Kategorie sind empfindliche und verderbliche Früchte wie Steinobst besonders anfällig für mechanische Schäden und Überreife, insbesondere angesichts der hohen Temperaturen in der Saison, in der sie geerntet und versandt werden.Hier unterscheiden sich die Produktionsmodelle erheblich:Das konventionelle Modell: Die Lebensmittelindustrie hat sich diesen biologischen Grenzen durch eine frühe Ernte, Kühllagerung und die Bevorzugung von Sorten angepasst, die aufgrund ihrer Haltbarkeit anstelle ihrer organoleptischen Eigenschaften (Geruch und Geschmack) ausgewählt werden. Supermärkte üben oft Druck auf die Produzierenden aus, einheitliche und langlebige Produkte zu niedrigen Preisen zu liefern. Dieses Modell ist von einer intensiven Kühlkette und Produktionsüberschüssen abhängig, was typischerweise zu einer hohen Lebensmittelverschwendung führt und auf Kosten des Geschmacks und der Nährstoffdichte geht.Das Direktverkaufsmodell: Ein Direktverkaufssystem ermöglicht es den Landwirten, diese Probleme zu lösen. Durch die bedarfsgerechte Ernte werden die Früchte zum Zeitpunkt ihrer physiologischen Reife gepflückt, eine lange Kühllagerung wird vermieden und Überproduktion wird reduziert. Dies minimiert nicht nur die Lebensmittelverschwendung, sondern bewahrt auch die Unversehrtheit des Produkts und ermöglicht fairere Preisstrukturen, die das hohe Risiko und den hohen Arbeitsaufwand des Anbaus dieser Früchte ohne synthetische Mittel widerspiegeln.Eine praktische Anleitung zur Aufbewahrung zu HauseSobald das Obst bei dir zu Hause ankommt, ist die richtige Handhabung entscheidend, um seine maximale Qualität zu genießen.Reifung bei Raumtemperatur: Wenn deine Pfirsiche, Nektarinen oder Aprikosen noch fest sind, lass sie bei Raumtemperatur und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt liegen. Um zu wissen, ob ein Pfirsich reif ist, ist nicht immer die Farbe, sondern das Gefühl und der Geruch entscheidend. Du erkennst, dass sie reif sind, wenn sie bei leichtem Druck etwas nachgeben und einen duftenden Geruch verströmen.Kühlung nach der Reifung: Sobald sie reif sind, kannst du sie in den Kühlschrank legen, um ihre Haltbarkeit um einige Tage zu verlängern. Niedrige Temperaturen (insbesondere unter 8 °C) können die Geschmacks- und Strukturentwicklung bei noch nicht gereiften Früchten beeinträchtigen.Der Fall der Kirschen: Da sie nicht-klimakterisch sind, reifen Kirschen nach der Ernte nicht nach. Sie sollten sofort gekühlt werden, um ihre Frische zu erhalten.Waschen direkt vor dem Verzehr: Vermeide es, die Früchte vor der Lagerung zu waschen, da die Feuchtigkeit ihren Verderb beschleunigen kann. Wasche sie lieber direkt, bevor du sie essen möchtest.Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie du dein Sommerobst am besten behandelst, findest du hier einen ausführlichen Artikel dazu.Ein widerstandsfähiges Modell für einen anfälligen SektorFarmerin Anita Minisci, Azienda Agricola San Mauro, ItalienDie Kombination aus kurzen Saisons, hoher Klimaempfindlichkeit und dem zuvor beschriebenen Marktdruck macht den biologischen Steinobstanbau besonders anfällig. Da die klimatische Unbeständigkeit weiter zunimmt, ist ein Wandel hin zu widerstandsfähigeren Produktions- und Liefermodellen nicht nur eine Vorliebe, sondern eine Notwendigkeit. Eine direkte und transparente Lieferkette, die eine direkte Verbindung zwischen Landwirt und Verbraucher schafft, stellt diesen wesentlichen Wandel dar. Dieses Modell befähigt die Produzierenden, die Bodengesundheit in den Vordergrund zu stellen und auf Bestellung zu ernten, und sichert so eine fairere und nachhaltigere Zukunft für einen herausfordernden, aber lebenswichtigen Agrarsektor.

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